Eine Familiengeschichte über fünf Generationen

Edouard Leopold, Anton Leopold, Erwin Leopold, Franz Leopold, Anette Hannen

Da fragt man sich doch, ob das alles noch Zufall sein kann!

In einem Telefonat mit meinem Onkel Egon erwähnte er eher beiläufig, dass er die Zeugnisse und „Arbeitsbücher“ meines Großvaters, Urgroßvaters und sogar Ur-Urgroßvaters noch irgendwo aufbewahrt hat. Mir war bis dahin gar nicht so bewusst, dass meine Vorfahren alle als Goldschmiede und Fasser an der Goldschmiedeschule Pforzheim ausgebildet waren und gearbeitet hatten. Das war ja alles bevor ich geboren wurde.

Das Entdecken diese „Schatzes“ ist für mich ein großes Geschenk und ich freue mich jetzt noch mehr die Goldschmiede-Tradition meiner Vorfahren weiterführen zu können.

 

Jochen Leopold geb 10. Januar 1977

Anette Hannen geb. 1. Oktober 1953

Franz Leopold geb. 16. Juli 1946

Erwin Leopold geb. 8. Mai 1908

Anton Leopold geb. 3. März 1859

Edouard Leopold

Vielen Dank an meinen Onkel Egon Leopold für das Konservieren der alten Schriftstücke und Zeugnisse der Familiengeschichte!

 

Der Goldschmied – ein Handwerk mit langer Geschichte

Der Beruf des Goldschmiedes als solcher ist seit der Antike bekannt. Seine Bezeichnung erhielt er jedoch erst im Mittelalter, da diese Aufgabe umfangreiche Kenntnisse in der Arbeit mit Gold und Legierungen erforderte.

Alchemisten behaupteten, unterschiedliche Materialien in Gold verwandeln zu können. Aus diesem Grund waren Goldfälschungen allgegenwärtig. Man brauchte eine Lösung, um das ehrliche Handwerk der Goldschmiede zu schützen. So begannen Goldschmiede  ihre Werkstätten mit Fenstern zur Straße auszurichten. Passanten konnten so tagtäglich sehen, wie die Goldschmiede arbeiteten.

In der Renaissance galt der Goldschmied als wahrer Künstler. Darüber hinaus absolvierten fast alle großen Maler eine Lehre in der Goldschmiedekunst, um sich später der Malerei und Bildhauerei zu widmen. Auf unzähligen Gemälde dieser Zeit sind Schmuckstücke akribisch und detailgenau dargestellt.

Das steigende Angebot an Edelsteinen aus dem Osten und dem neuentdeckten Amerika im  17. und 18. Jahrhundert regte die Kreativität der Goldschmiede an. Der Goldschmied erhielt mehr und mehr Anerkennung: der handgefertigte Schmuck wurde in eleganten Geschäften angeboten. In Frankreich war der Verkauf eines Schmuckstücks an eine Marquise oder Baronin, die Eintrittskarte zu Ruhm und Ehre in der Gesellschaft. Führte jedoch ein von einer adligen Dame ausgewähltes Schmuckstück zu einer negativen Bemerkung des Königs, bedeutete das für den betroffenen Goldschmied das Aus.

Zur Zeit der Industriellen Revolution war Schmuck nur wenigen Privilegierten zugänglich. Edle Damen verbrachten dort ihre Nachmittage, tranken Tee und plauderten, während sie entschieden, welchen Schmuck sie für das nächste gesellschaftliche Ereignis tragen wollten. Im 18.  Jahrhundert wurde es üblich, dass bekannte Goldschmiede in der ganzen Welt unterwegs waren. Die Entwicklung der Eisenbahn ermöglichte es, schneller und einfacher zu reisen. Dass ein Goldschmied nach Russland und Indien reiste, war nichts Ungewöhnliches. Bei diesen Treffen mit anderen Goldschmieden wurde erlangtes Wissen weitergegeben und  es fand ein Austausch statt.

Leidenschaft für Schmuck im 21. Jahrhundert

Das 20. Jahrhundert veranlasste Goldschmiede sich von den traditionellen Regeln zu befreien. Die meisten der heutigen großen Schmuckmarken entstanden im 20. Jahrhundert.

Und heute, im 21. Jahrhundert, misst sich der Goldschmied und Schmuckdesigner mit Kollegen weltweit und Kunden werden in allen Teilen der Welt erreicht.

Auch die Schmuckstücke und Armbanduhren von Uhren Leopold sind ganz in Ihrer Nähe! Schauen Sie hier im Shop nach Ihrem persönlichen Schmuckstück.

Und vergessen Sie nicht: 1. Dezember ist Tag der Goldschmiede!

Goldschmiedeschule und Uhrmacherschule Pforzheim