Aus Liebe zum Handwerk

Interview

„Aus Liebe zum Handwerk“ so lautet der Titel des Interviews mit mir in der The Heritage Post Ausgabe Nr.39. Es ist mir ein großes Anliegen die Faszination des Handwerks zu zeigen und erlebbar zu machen. Über meinen Instagram-Kanal UhrenLeo können Besucher meinen Arbeitsalltag in der Uhrenmanufaktur täglich mitverfolgen. Für die aktuelle Ausgabe der The Heritage Post hatte ich die Gelegenheit mit Stefanie Kobayashi über die Anfänge von Uhren Leopold und meine Erfahrungen als Unternehmensgründer zu sprechen. Hier ein paar Auszüge aus dem Interview:

Stefanie: Wann und wie ging es los?

Jochen: Vor sieben Jahren habe ich UvA ein Kupfer-Leder-Armband gezeigt, dass ich in meiner Goldschmiedewerkstatt gefertigt hatte. Er meinte: „Sieht gut aus!  Uhren aus Kupfer/Bronze sind gerade auch sehr beliebt und immer ganz schnell vergriffen. Auf dem Nachhauseweg habe ich dann gedacht: Ein Uhrengehäuse aus Kupfer, das werde ich doch anfertigen können. 6 Monate später bin ich dann mit der ersten handgefertigten Taschenuhr wieder zu ihm in den Laden und alle waren begeistert! So ging es mit Uhren Leopold los.

Stefanie: Wieso hast du eine Uhrenmanufaktur gegründet? Was daran erfüllt dich?

Jochen: Ich liebe es, wenn Frauen und Männer echte Schmuckstücke tragen. Uhren und Taschenuhren sind Accessoires, die dich besonders attraktiv machen können. Wenn ich mit den individuell, auf Kundenwunsch handgefertigten Uhren, ein Glänzen in die Augen zaubern kann, das macht mich glücklich. Meine erster Kunde Horst meinte damals: „Endlich mal eine richtige Uhr.“

Stefanie: Gab es Unterstützer und Vorbilder? Also Menschen, die an dich geglaubt haben und dir Mut gemacht haben?

Jochen: Vorbilder, waren für mich vor allem andere Selbstständige, die selbst ein Unternehmen gegründet hatten. Da habe ich gemerkt, ja, das will und kann ich auch! Und dann habe ich einfach gemacht. Ein großer Dank geht auch an meinen Betriebsberater von der Handwerkskammer, der meine Geschäftsidee durch seine kritisch-konstruktive Art auf die richtige Bahn gelenkt hat. Mut gemacht hat mir vor einigen Jahren auch der bekannte Uhrmacher Vianney Halter, als er eine der Uhren anprobierte und meinte „Ah oui, ça le fait“, was umgangssprachlich soviel bedeutet wie „Wow, die macht was her“!  Das war wie ein Ritterschlag für mich.

Stefanie: Inwiefern hat Glück eine Rolle gespielt?

Jochen: „Man ist seines eigenen Glückes Schmied“, da ist einfach sehr viel Wahres dran. Ich war in der Gründungsphase sehr kontakt-aktiv. Dadurch erhöhen sich die Chancen „Glück“ zu haben. Mein Schulfreund Mika aus der 5ten Klasse und ich, wir haben uns zum Beispiel nach mehr als 30 Jahren ganz zufällig wiedergefunden. Er ist bei der Oldtimer Classic Remise Düsseldorf und unterstützt mich bei meinem Uhrenkonzept „Uhr mit Oldtimer-Autoblech“. Das war ein Glückstreffer!     

Stefanie: Was gibst du anderen mit, die sich im Handwerk selbstständig machen wollen?

Jochen: Wenn du dir selbst sagst: Ich will es. Ich kann es. Ich mach es und du hast dabei ein gutes Gefühl dann starte durch! Wichtig für mich war, dass ich während und auch vor der Gründungsphase einen Kreis von neutralen Ratgebern hatte, mit denen ich regelmäßig meine Fortschritte und auch Rückschläge besprechen konnte.

Das vollständige Interview können Sie hier käuflich zu erwerben:  The Heritage Post Online Store

Viel Spass beim Lesen!

Ihr

Jochen Leopold